Hausbau: Die Eigenleistung
Geübte Handwerker haben häufig die Idee, ihren Teil zum Hausbau beizutragen. Dies gilt insbesondere bei Sonderausstattungen wie zum Beispiel einem Wintergarten. Warum sollte man das Geld auch für Fachkräfte verschwenden, wenn man selber dazu in der Lage ist, verschiedene Dinge zu errichten?
Grundsätzlich ist solch eine Eigeninitiative nicht verkehrt. Aber dennoch sollte man diesbezüglich sehr vorsichtig sein. Viele Hausbesitzer begehen nämlich den Fehler, sich all zu viel Arbeit zuzutrauen und letztendlich hieran zu scheitern. Schließlich muss man auch noch seinem Beruf nachgehen, wodurch die Handwerksarbeiten nur am Wochenende oder im Urlaub zu erledigen sind. Doch gerade bei den sogenannten Ausbauhäusern kann eine Menge Arbeit anstehen, der man dann letztendlich nicht gerecht werden kann.
Überhaupt ist zu berücksichtigen, dass der Wert der Eigenleistung weit geringer sein kann als es anfänglich erscheint. Schließlich spart man lediglich die Kosten fürs Fachpersonal. Die Materialkosten hat man hingegen dennoch zu tragen. Stellt sich also die Frage, ob der Mehraufwand in einem angemessenen Verhältnis zu der Kostenersparnis liegt. In vielen Fällen muss diese Frage leider verneint werden. Es kann also durchaus von Vorteil sein, sich lieber noch einen Nebenjob zu suchen und mit den zusätzlichen Einnahmen die Ausbauarbeiten zu finanzieren.
Wer es dennoch bevorzugt, selber handwerklich aktiv zu werden, sollte sich zumindest keinen Illusionen hingeben. Experten haben nämlich berechnet, dass selbst durch eine engagierte und längerfristige Eigenleistung nicht mehr als 15.000 Euro zu sparen sind. Solch eine Ersparnis macht den Hausbau zwar günstiger, ob es aber in einem angemessenen Verhältnis zu dem Aufwand liegt, muss jeder Hausbesitzer selber entscheiden.