Hauskauf privat oder über Makler?
Ob der Hauskauf privat oder über einen Makler vonstatten geht, hat einen gravierenden Einfluss auf die letztendlichen Gesamtkosten. Schließlich ist die Maklerprovision nicht gerade als gering auszusehen. Im Regelfall liegt diese zwischen 3,5 und 4,5 Prozent. Wurde also ein Wohnhaus für 200.000 Euro erworben, können sich die Zusatzkosten für den Makler auf 9.000 Euro belaufen. Hinzu kommt auch noch die Mehrwertsteuer von 19 Prozent, wodurch die Maklerkosten noch einmal um 1.710 Euro ansteigen.
Doch wann hat der Makler überhaupt einen Anspruch auf Provision? In dieser Hinsicht herrscht noch immer eine gewisse Unklarheit. Viele Leute behaupten zum Beispiel, die Maklerprovision fällt bei einem jeden Hauskauf an. Dies entspricht allerdings nicht der Wahrheit. Denn der Makler kann vom Käufer nur eine Provision verlangen, wenn er auch wirklich beauftragt wurde. Hat man sich hingegen eigenständig ein Eigenheim gesucht, ist man zu keiner Zahlung verpflichtet.
Dennoch entscheiden sich immer mehr Hauskäufer für die Zusammenarbeit mit einem Makler. Durch die Marktübersicht eines solchen Fachmannes ist es schließlich in vielen Fällen möglich, in den Genuss eines preisgünstigen Angebotes zu kommen und somit, trotz der Maklerprovision, letztendlich günstiger wegzukommen.
Keinesfalls darf man allerdings den Fehler begehen, gleich zwei Makler einzuschalten. Beauftragt man den einen Makler nämlich mit der Immobiliensuche und den anderen mit der Preisverhandlung, wird man beiden Maklern die Provision zahlen müssen; und zwar in voller Höhe.
Wer sich also dagegen entschieden hat, den Hauskauf privat durchzuführen, sollte sich einen erfahrenen Makler suchen und ausschließlich mit diesem einen Fachmann zusammenarbeiten.